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Kompetente Konzepte für Demokratie und Toleranz
Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten JugendlichenZielgruppe: Junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen
Projektziel ist die Entwicklung, Erprobung, Implementierung und Verstetigung konzeptionell neuer Ansätze für die Arbeit mit der Zielgruppe sowie der entsprechenden Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Dabei sollen Kriterien für die Aktivierung institutionell und lebensweltlich differenzierter Zugänge entwickelt und Anforderungsprofile an pädagogische (z. B. partizipative Anerkennungsarbeit, konfrontative, historische, akzeptierende Pädagogik, peer-education), politische (z. B. Integration in zivilgesellschaftliche Netzwerke, sozialpolitische Maßnahmen), polizeiliche oder repressive Ansätze (z. B. Gefährdungsansprachen) definiert werden. Diese sollen in Form bestehender oder zu konzipierender "good-practice"-Projekte dokumentiert werden, die sich dafür auf einen wissenschaftlichen und praxisorientierten "Prüfstand" von Expertinnen und Experten stellen.
Handlungskonzept:
1. Systematische Zugänge zur Zielgruppe erschließen!
2. Beteiligungsorientierte und partizipative Angebote in Pädagogik, politischer Bildung, Verbandsarbeit und behördlichen Handlungsfeldern entwickeln bzw. befördern.
3. Verbindung mit jugendrelevanten Themenfeldern, jugendkulturellen Angeboten zu Demokratie, Toleranz, Rassismus, Gewalt, interkultureller Vielfalt unter Einbindung jugendlichen Expertenwissens sowie Erstellung von Arbeitsmaterialien unter Beteiligung der Zielgruppe.
4. Zielgruppenrelevante Methodenkompetenz vermitteln.
5. Formen der "peer-education" einführen, Vermittlung von Kompetenz zu selbstorganisiertem Lernen, Selbstreflexion, Initiierung von Gruppenprozessen und sozialem Lernen.
6. Vermittlung/ Durchführung von Projekten in eigenverantwortliche Durchführung.
7. Verstetigung durch jugendliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
8. Beteiligung bei der Dokumentation und Darstellung der Projektergebnisse.
Erwartete Ergebnisse:
1. Benennung von Expertinnen und Experten zu den o. a. Bereichen: partizipative Anerkennungspädagogik, akzeptierende Jugendarbeit, historische Bildung, konfrontative Arbeit, Anti-Gewalt-Arbeit, Ausstiegshilfen, Peer-Education, Anti-Rassismus, geschlechtsreflektierende Arbeit, Jugendberatung, Aufsuchende Sozialarbeit und politische Bildungsmaßnahmen etc.
2. Bildung eines Expertenpools zu Ansätzen der Polizei und Justiz.
3. Durchführung von mindestens 10 Fachtreffen.
4. Einrichtung einer projektbezogenen Internetseite und Vernetzung der Expertinnen und Experten in Foren und Servicebereichen.
6. Durchführung von mindestens 20 Qualifizierungsmodulen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
7. regelmäßige Praxis von Maßnahmen mit der Zielgruppe und Dokumentation.
8. Fortsetzung von Lehrveranstaltungen im universitären Bereich, Hausarbeiten, Projektbeteiligungen sowie Praktikumsteilnahme an Maßnahmen mit der Zielgruppe.
Weitere Infos:
Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Ost gGmbH c/o ARUG
Bohlweg 55
38100 Braunschweig
0531/1233642
